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FE-Berechnung von Betonfahrbahnplatten unter wirklichkeitsnahen Lastmustern Dipl.-Ing. (FH) Gert Groicher Swietelsky Tunnelbau GmbH & Co KG, Österreich Dipl.-Ing. Dr. techn. Heinz Wimmer MPT – Engineering GmbH, Steyregg KURZFASSUNG: Die mechanische Analyse der Beanspruchung von  Betonfahrbahnplatten erfordert eine möglichst wirklichkeitsnahe  Berücksichtigung der Untergrundverhältnisse, der Fugenausbildung, der  klimatischen Einflüsse sowie der  Verkehrslasten und deren genaue  Lastverteilung. Die numerische Berechnung mit Hilfe der FE-Methode  ermöglicht auf computerunterstütztem Weg eine wirklichkeitsnahe  Modellbildung dieser komplexen Situation. Im Zuge einer Diplomarbeit wurden  die oben genannten Einflüsse auf die maßgeblichen Biegezugspannungen im  Tragsicherheitsfall unter Beschränkung auf einen positiven Temperatur  gradienten untersucht. In einer umfangreichen Parameterstudie wurden  Plattengeometrie, Temperatur und Verkehrslasten variiert. Bei der  Bodenmodellierung wurde, im Gegensatz zu früheren Untersuchungen, welche  fast ausschließlich auf dem Bettungsmodulverfahren basierten, das genauere  Steifemodulverfahren angewendet. Temperatur- und Verkehrsbelastung wurden als gleichzeitig wirkende Lastkollektive berücksichtigt. Damit wird die variable  Lagerungssituation beim temperaturbedingten Hochwölben der Platte im  Zusammenwirken mit der Verkehrsbelastung berücksichtigt. Maßgebender  Lastaufstellungsort ist der Längsfugenrand. Besonders hervorzuheben ist der  nichtlineare Zusammenhang zwischen Verkehrslast und Biegezugspannung,  welcher eine gewöhnliche Überlagerung von Wölb- und Verkehrslastspannung  ausschließt.